Befestigung

VorbereitungDie Befestigungsflächen der Cercon-Restaurationen sollen vor dem Einsetzen gestrahlt werden /Aluminiumoxid, 110 µm, 3-4 bar/. Durch die Aufrauung der Oberfläche entsteht ein verbesserter Haftverbund bei der konventionellen und der adhäsiven Befestigung.
Konventionell oder adhäsivFür die konventionelle Befestigung sind sowohl Zinkphosphat- als auch Glasionomerzemente geeignet. Eine spezielle Konditionierung der Stumpfoberfläche ist bei der konventionellen Zementierung nicht erforderlich. Nach den vorliegenden Untersuchungen sind konventionelle Dualzemente nicht für die adhäsive Befestigung geeignet. Im Laborversuch konnte mit diesen Produkten kein dauerhafter Verbund erreicht werden.
TippFür die adhäsive Befestigung von Cercon-Restaurationen können beim derzeitigen Kenntnisstand die Produkte Panavia 21 und Panavia F empfohlen werden.

Eine provisorische Befestigung der Cercon-Restauration ist mit jedem provisorischen Zement möglich /z.B. Temp Bond, Kerr Gmbh, Karlsruhe/. Ist eine spätere adhäsive Befestigung der Restaurationen geplant, empfiehlt sich die Verwendung eines eugenolfreien provisorischen Zementes.

Adjustierung
Für die Adjustierung der okklusalen Kontaktpunkte empfehlen sich feinkörnige Diamantinstrumente (z.B. 8390. 314.023 und 8860.314.012, Gebr. Brasseler, Lemgo), für die Politur der bearbeiteten Keramikoberflächen sind folgende Keramikpoliersets geeignet

Dialite II-Set, Gebr. Brasseler, Lemgo NG Keramik Polisher, Identoflex AG, Schweiz




Trepanation und Ausgliederung
Trepanation in zwei Stufen Die Trepanation von Cercon-Restaurationen kann bei materialgerechter Werkzeugauswahl ohne weitere klinische Probleme in angemessener Zeit erfolgen. Bei der Präparation einer Zugangskavität empfliehlt sich ein zweistufiges Vorgehen. Zuerst soll die Verblendkeramik mit einem Diamantinstrument abgetragen werden, ohne das Gerüst zu perforieren.

In einem zweiten Schritt soll dann die Gerüstkeramik ebenfalls mit einem diamantierten Instrument in der gewünschten Große perforiert werden. Hierbei soll ein Abstand von 0,5 mm zur Verblendkeramik eingehalten werden. So können Aussprengungen in der Verblendkeramik während des Durchtrennens der Gerüstkeramik verhindert werden.

TippDie strukturelle Haltbarkeit der Cercon-Kronen bleibt auch nach der Anlage der Zugangskavität erhalten, die Restauration kann also belassen werden. Die Trepanationsöffnung wird am einfachsten mit einer adhäsiv verankerten Kompositfüllung verschlossen. Ubrigens weisen Cercon-Restaurationen eine vergleichbare Röntgenopazität wie metallkeramische Restaurationen auf.
TippBesonders geeignet zur Trepanation Kronenentfernung zylindrische, vor Kopf runde Diamantinstrumente mit einer Diamantkörnung von 125-150 um /z.B. 6836.314.014 oder 5836.314.016, Gebr. Brasseler, Lemgo/ mit einem 4:1 übersetzen Winkelstück bei maximaler Wasserkühlung.
Entfernung einer RestaurationFür die Entfernung einer Cercon-Restauratio muss die Restauration entlang der axialen Wand bis zur Mitte der Okklusalfläche oder der Inzisalkante schlitzförmig aufgetrennt werden. Die Restauration wird dann mit einem geeigneten Instrument aufgebogen, wobei sie frakturiert. Bei adhäsiv befestigten Restaurationen können Zementreste auf der Stumpfoberfläche mit einem Ultraschall-Instrument entfernt werden.