Abformung

Empfehlenswert: DoppelfadentechnikDurch die Verwendung von geflochtenen Retraktionsfäden /z.B. Ultrapak, Ultradent Products /USA/ wird eine gute Darstellung der Präparationsgrenze erreicht. Gute und reproduzier bare Abformergebnisse werden mit der Doppelfadentechnik erzielt.

Bei dieser Technik wird ein erster dünner Faden in den Sulkus appliziert. Er verbleibt dort während der gesamten Abformung. Darüber wird ein zweiter, dickerer Faden gelegt, der kurz vor der Abformung entfernt wird. Der erste Faden hat die Aufgabe, eine Blutung aus dem Sulkus zu blockieren. Gleichzeitig soll er ein Zurückklappen der Gingiva auf die Präparationsgrenze verhindern.

Individueller LöffelBei der Doppelmischtechnik empfiehlt sich die Anwendung von laborgefertigten individuellen Löffeln - oder zumindest die Individualisierung eines konfektionierten Abformlöffels (Rimlock-Löffel) mit distaler Abdämmung aus lichthärtendem Kunststoff oder thermoplastischem Material.
Abformmaterialien Die Abformung kann mit allen in der festsitzenden Prothetik üblichen Abformmaterialien erfolgen (Hydrokolloid, Polysiloxane, Polyether). Bei der Verwendung von Polysiloxanen können sowohl das Korrekturver fahren als auch die Doppelmischtechnik angewendet werden. Bei Polyethermaterialien kann nur die Doppelmischtechnik genutzt werden.
TippSovohl bei Anwendung der Korrektur - als auch bei der Doppelmischtechnik empflieht sich nach der Applikation der niedrigviskosen Komponente eine Verteilung des Abformmaterials im Luftstrom. So wird eine gute Benetzung der Stumpfoberfläche sichergestellt.